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Artikel von:
Tatjana Schneider

Tatjana Schneider lebt in Sheffield, England, wo sie Geschichte und Theorie der Architek- tur an der University of Sheffield lehrt. Sie ist Autorin zahlreicher Publikationen, die sich kritisch mit der Produktion und Politik von Raum auseinandersetzen.

Artikel aus Ausgabe 46


dérive - Radio für Stadtforschung
Jeden 1. Dienstag im Monat um 17.30 Uhr auf Radio Orange FM 94.0 oder Livestream http://o94.at
Sendungsarchiv zum Nachhören: http://cba.fro.at/series/1235

urbanize - Int. Festival für urbane Erkundungen
www.urbanize.at

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Feature: Das Modell Wiener Wohnbau / Woerterbuch Stadt: Wolfgang Maderthaner ueber das Rote Wien / Geschichte der Urbanitaet: "Ueber die Romantik und das Hereinbrechen des staedtischen Anti-Raumes" von Manfred Russo

Das Modell Wiener Wohnbau
Sozialpolitik und Wohnbau sind in Österreichs Hauptstadt seit den Zeiten des Roten Wien ab den 1920er Jahren eng miteinander verknüpft. Während in vielen anderen europäischen Städten der kommunale Besitz an Wohnbauten in den letzten Jahrzehnten auf den Markt geworfen wurde, verfügt die Stadt Wien mit rund 220.000 Wohnungen nach wie vor über einen beträchtlichen Immobilienbestand und hat darüber hinaus Einfluss auf die Vergabe von Wohnungen, die von gemeinnützigen Bauträgern errichtet werden. Insgesamt kontrolliert die Stadt Wie Die erfreuliche Situation in Wien führt zwar dazu, dass die Kosten für Wohnraum im internationalen Vergleich nach wie vor relativ günstig sind, darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es auch dieserorts problematische Entwicklungen gibt. Diese rühren unter anderem daher, dass die Stadt selbst keine Wohnungen mehr baut und die Anzahl der sehr günstigen Substandardwohnungen in der so genannten Kategorie D aufgrund reger Sanierungstätigkeit in den letzten Jahren und Jahrzehnten nahezu vollständig vom Markt verschwunden sind. Relativ günstig wohnt in Wien nach wie vor wer langfristig planen kann, auf zentrale Lage nicht allzu viel Wert legt und über einen gewissen Grad an Eigenmittel verfügt.Treffen diese Voraussetzungen nicht zu, kann Wohnen auch in Wien sehr teuer werden. Die Anzahl der befristeten Mietverhältnisse nimmt kontinuierlich zu und ein häufiger Wohnungswechsel ist aufgrund des auch hierzulande ansteigenden Interesses an Immobilien mit laufenden Mietsprüngen nach oben verknüpft.

Darüber sprechen im Feature Michael Klein, Georg Kolmayr und Andreas Rumpfhuber, die in der aktuellen Ausgabe von dérive - Zeitschrift für Stadtforschung einen Schwerpunkt zum Thema veröffentlicht haben. Weiters zu hören sind Eva Bauer (http://www.gbv.at), die wohnwirtschaftliche Referentin des österreichischen Verbandes gemeinnütziger Bauvereinigungen, und Lukas Tockner von der Arbeiterkammer Wien (http://wien.arbeiterkammer.at), der eine aktuelle Studie zur Mietpreisentwicklung veröffentlicht hat.

Redaktion und Sendungsgestaltung: Philipp Brugner, Anne Erwand, Hanno Mayregger, Christoph Laimer, Elke Rauth, Manfred Russo
Signations: Bernhard Gal ( www.bernhardgal.com)
Sendungsverantwortung: Anne Erwand

Erstausstrahlung: Dienstag, 7. Januar 2012, 17.30 Uhr auf Radio Orange FM 94.0 (Wien) oder als Livestream.

Zweitausstrahlung:Donnerstag, 9. Februar 2012, 10.30 Uhr, Radio FRO FM 105.0 (Linz)

Sendungsarchiv zum Nachhoeren.

Weiterführende Informationen:

dérive - Zeitschrift für Stadtforschung, Heft 46, Vom Superblock zur Überstadt - Das Modell Wiener Wohnbau. (Januar - März 2012)

Scarcity and Creativity in the Built Environment.

"Die Bedeutung des gemeinnützigen Sektors im städtischen Wohnbau in Österreich." Vortrag von Mag. Eva Bauer, Österr. Verband gemeinnütziger Bauvereinigungen

Arbeiterkammer Wien, Lukas Tockner: Mietensteigerungen in Österreich und Wien (Januar 2012)

Miethöhen in Europa: Durchschnittspreis für eine 100-Quadratmeter-Wohnung bei Neuvermietung im Privatsektor





Information und Kontakt: www.derive.at mail@derive.at