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Artikel von:
Josef Michael 
Schopf
Günter Emberger 

Prof. Josef Michael Schopf ist Leiter des Forschungsbereichs für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik an der TU Wien. Informationen: www.ivv.tuwien.ac.at

Prof. Günter Emberger ist Mitarbeiter des Forschungsbereichs für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik an der TU Wien. Informationen: www.ivv.tuwien.ac.at.

Artikel aus Ausgabe 50


dérive - Radio für Stadtforschung
Jeden 1. Dienstag im Monat um 17.30 Uhr auf Radio Orange FM 94.0 oder Livestream http://o94.at
Sendungsarchiv zum Nachhören: http://cba.fro.at/series/1235

urbanize - Int. Festival für urbane Erkundungen
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Die Straße, die Fußgänger und die Stadtentwicklung

Straße als Lebensraum

Der menschliche Lebensraum war bis ins 19. Jahrhundert durch die normale Geschwindigkeit des Menschen geprägt: die Fußgängergeschwindigkeit (Schopf, 1992). Dementsprechend wurde die Funktion der Straße besungen: »Wozu ist die Straße da? Zum Marschieren …« ( aus: »Lumpacivagabundus«, Filmmusik von Meder, Erich & Lang, Hans 1936).
Hermann Knoflacher geht in Bezug auf die Stadtbildung noch einen Schritt weiter und bezeichnet die »Pause der Mobilität« als eine wichtige Voraussetzung für die Bildung von Siedlungen (Knoflacher 1996). Kommt der Verkehr zur Ruhe, können Aktivitäten entstehen, die auf städtisches Leben positiven Einfluss nehmen. Klassische Beispiele für eine derartige Beruhigung wären etwa Verladestellen zwischen verschiedenen Transportmitteln oder sonstige Unstetigkeitsstellen, die die Transportgeschwindigkeit vorübergehend auf null senken. Somit wurde wieder der Fußgänger das bestimmende Element in der Transportkette und auf den Straßen. (...)