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Artikel von:
Daniel  Mullis

Daniel Mullis promoviert seit 2012 am Institut für Humangeographie der Goethe-Universität Frankfurt a. M. zu Krisenprotesten und der Konstitution politischer Momente im Rahmen der Blockupy-Proteste in Frankfurt sowie den Krisenprotesten in Athen. Der Text basiert auf dem Vortrag »The Crisis is Over« — Time to Rethink Athens?, gehalten am 5.12.2014 in Weimar.

Artikel aus Ausgabe 59


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Athen neu denken und die Rückeroberung der Städte

Rethink Athens ist – oder besser war – ein umfangreiches Stadtplanungsprojekt im Zentrum von Athen. Zumindest vordergründig zielten die InitiatorInnen darauf ab, die Stadtmitte vom Verkehr zu befreien und den urbanen Zentrumscharakter nach Jahren der Marginalisierung durch die Errichtung einer Fußgängerzone inklusive Straßenbahn auf der Panepistimiou-Straße zwischen Syntagma- und Omonia-Platz wieder herzustellen. (Rethink Athens, 2014a) Aktuell gilt das 92-Millionen-Euro-Projekt aber als gescheitert. Dies liegt weniger an der neuen SYRIZA-Regierung als daran, dass die beim National Strategic Reference Framework (NSRF), dem Strukturfonds der EU, der u. a. der Förderung des öffentlichen Verkehrs dient, beantragten Gelder nicht bewilligt wurden. Das Projekt sei schlicht überflüssig und Athen solle lieber die Erweiterung der Metro angehen, so die Antwort. Solche Projekte seien jedoch wie Frankenstein, sie kommen immer wieder, kommentierte eine stadtpolitische Aktivistin den Entscheid. (…)