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Artikel von:
Anne Vogelpohl

Anne Vogelpohl ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Geographie der Universität Hamburg und forscht aktuell zum Einfluss von großen Unternehmensberatungen auf strategische Stadtentwicklungspolitiken. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind darüber hinaus die Regulation von Quartiersentwicklungen, die Theorien Henri Lefebvres sowie feministische Stadtforschung. Jüngst ist der von Anne Vogelpohl und Jürgen Oßenbrügge herausgegebene Sammelband Theorien in der Raum- und Stadtforschung — Einführungen erschienen.

Artikel aus Ausgabe 60


dérive - Radio für Stadtforschung
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Die Begriffe Stadt und Urbanisierung bei Henri Lefebvre

Eine Inspiration für Recht auf Stadt-Bewegungen heute

Mit den Recht auf Stadt-Bewegungen haben auch die theoretischen Arbeiten des französischen Philosophen und Soziologen Henri Lefebvres neuen Aufwind bekommen – hat er doch Ende der 1960er Jahre einen Text mit dem Titel Das Recht auf die Stadt geschrieben: Le droit à la ville (Lefebvre 2009). Dennoch stellt sich die Frage, inwieweit urbane soziale Bewegungen heute tatsächlich etwas mit dem Text Lefebvres zu tun haben. Waren damals die gesellschaftlichen Probleme nicht ganz andere? Liegen die Ursprünge der breiten Mobilisierung heute nicht eher in den drängenden Schwierigkeiten, die viele in ihrem städtischen Alltag erfahren: steigende Mieten, Schein-Partizipation, Statuskonsum? Hätte es die Bewegungen – auch unter dem Slogan – nicht auch ohne Lefebvres Text gegeben? Kurzum: Muss man das Werk Lefebvres kennen und verstanden haben, um ein Recht auf Stadt einzufordern? […]