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Artikel von:
Tatjana Schneider

Tatjana Schneider lebt in Sheffield, England, wo sie Geschichte und Theorie der Architek- tur an der University of Sheffield lehrt. Sie ist Autorin zahlreicher Publikationen, die sich kritisch mit der Produktion und Politik von Raum auseinandersetzen.

Artikel aus Ausgabe 60


dérive - Radio für Stadtforschung
Jeden 1. Dienstag im Monat um 17.30 Uhr auf Radio Orange FM 94.0 oder Livestream http://o94.at
Sendungsarchiv zum Nachhören: http://cba.fro.at/series/1235

urbanize - Int. Festival für urbane Erkundungen
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Vom Recht auf die Stadt Efferveszenz und Œuvre

Teil 48 - Henri Lefebvre - Teil 4

Henri Lefebvre, der 1965 von der Universität von Straßburg nach Paris Nanterre wechselte, wo er bis zu seiner Pensionierung 1973 lehrte, begann nun in zunehmender Weise den Verlust des zentralen Kerns der Stadt zu beklagen (Merrifield 2002, S. 84). Auf eine einfache Formel gebracht könnte man sagen: Ohne Zentrum gibt es keine Urbanität. Dies war das Leitmotiv einer Reihe von Büchern über Urbanismus und Urbanität, die er in gewohnter Schnellfeuermanier in den nächsten Jahren verfasste. Le droit à la ville, das 1967 verfasst wurde und 1968 erschien, sollte an den hundertsten Jahrestag der Erscheinung von Karl Marx’ Kapital erinnern und kam noch vor den bekannten Ereignissen des Jahres 1968 heraus (Lefebvre 1996, S. 7). Dass der Titel Das Recht auf die Stadt in der Urbanistik zu einem weltweiten Slogan werden und er damit einen nachhaltigen Platz im kollektiven Gedächtnis der Urbanistik einnehmen sollte, konnte er damals noch nicht ahnen. […]