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Artikel von:
Felix Stalder

Felix Stalder ist Professor für Digitale Kultur und Theorien der Vernetzung an der Zürcher Hochschule der Künste, Vorstandsmitglied des World Information Institute in Wien und langjähriger Moderator der internationalen Mailingliste nettime. Er beschäftigt sich mit dem Wechselverhältnis von Gesellschaft, Kultur und Technologien, und forscht u.a. zu Netzkultur, Urheberrecht, Commons, Privatsphäre, Kontrollgesellschaft und Subjektivität. Zuletzt erschienene Bücher: Digital Solidarity und Der Autor am Ende der Gutenberg Galaxis. Der vorliegende Beitrag baut auf dem Buch Kultur der Digitalität auf, das diesen Herbst im Suhrkamp Verlag erscheinen wird. Website: felix.openflows.com

Artikel aus Ausgabe 61


dérive - Radio für Stadtforschung
Jeden 1. Dienstag im Monat um 17.30 Uhr auf Radio Orange FM 94.0 oder Livestream http://o94.at
Sendungsarchiv zum Nachhören: http://cba.fro.at/series/1235

urbanize - Int. Festival für urbane Erkundungen
www.urbanize.at

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Zwischen Smartness und Kooperation. Möglichkeiten der informationellen Stadt

Seit mehr als 20 Jahren bestimmt das Internet die Dynamik der kulturellen Entwicklung und seit rund zehn Jahren ist es auch in Europa ein Massenmedium. Es prägt die Subjektivität der Menschen, also die Art und Weise, wie sie sich selbst, andere und die Welt wahrnehmen und wie es ihnen normal erscheint, in der Welt zu agieren. Was in den 1990er Jahren noch schwer vorzustellen war – etwa horizontale Kooperation als Produktionsmethode, Personalisierung der Welt oder flä- chendeckende Datenerhebung und Überwachung – ist heute normal und selbstverständlich: Hausverstand 2.0.
Um die Konsequenzen und Möglichkeiten dieses Wan- dels besser zu verstehen, hilft es, zwischen strukturellen und politischen Dimensionen zu unterscheiden. Im Folgenden wird zunächst der strukturelle Wandel der Subjektivität skizziert. Danach werden die widersprechenden, politischen Dynamiken der Stadtentwicklung damit in Beziehung gesetzt. […]