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Artikel von:
Anke Hagemann
Elke Beyer 

Anke Hagemann studierte Architektur in Berlin. Sie war Mitbegründerin der Zeitschrift An Architektur und Mitarbeiterin im Ausstellungsprojekt Schrumpfende Städte. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin lehrte sie Architekturtheorie an der ETH Zürich, sowie Urban Design an der HCU Hamburg und an der TU Berlin. Zur Zeit arbeitet sie an ihrem Dissertationsprojekt Vom Flagshipstore zum Sweatshop. Lokale Räume und globale Netzwerke internationaler Arbeitsteilung in der Modeindustrie. Ab Oktober 2016 wird sie gemeinsam mit Elke Beyer im DFG-geförderten Forschungsprojekt Transnationale Produktionsräume an der Habitat Unit der TU Berlin beschäftigt sein.

Elke Beyer ist Historikerin und Stadtforscherin. Sie studierte Neuere und Osteuropäische Geschichte in Köln und war wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt "Schrumpfende Städte" in Berlin. Sie lehrte am Institut für Geschichte und Theorie der Architektur der ETH Zürich zu Architektur in der Nachkriegszeit, gefolgt von Forschungsaufenthalten am Moskauer Architekturinstitut für ihre Dissertation zur Planung von Stadtzentren in der UdSSR in den 1960ern. Weitere jüngere Arbeitsschwerpunkte: Architektur und Planung von Ferienorten (Holidays after the Fall. Seaside Architecture and Urbanism in Bulgaria and Croatia, mit Anke Hagemann und Michael Zinganel, Berlin 2013) und globaler Wissenstransfer in Architektur und Planung. Seit 2013 ist sie an der Historischen Forschungsstelle des Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung in Erkner bei Berlin tätig und derzeit in Elternzeit.

Artikel aus Ausgabe 63


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Patchwork Urbanism - Transnationale Räume der Bekleidungsproduktion in der Region Istanbul

Dieser Beitrag verfolgt stadträumliche Auswirkungen der Bekleidungsproduktion an verschiedenen Stationen transnationaler Produktionsketten im Raum Istanbul. Er umreisst die Agenda und erste Ergebnisse eines Forschungsprojekts zu translokalen Kräften in der baulich-räumlichen Entwicklung von Produktionsorten und Umschlagplätzen für hochmobile Güter. Ausgehend von wirtschaftsgeographischen Erkenntnissen zu transnationalen Produktionsnetzwerken stellen sich für die Stadtforschung die Fragen, welchen Einfluss globale Güter- und Wertschöpfungsketten auf den städtischen Raum der Produktionsorte haben und wie groß die Handlungsspielräume lokaler Planung angesichts dieser machtvollen Zusammenhänge sind. Dazu werden durch die Produktion geprägte Stadträume und städtische Entwicklungen, sowie daran beteiligte Akteur_innen, Kräfte und Bedingungen in den Blick genommen, die hier in kurzen Schlaglichtern vorgestellt werden. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Aktionsradien und räumlichen Reichweiten der Akteur_innen aus Industrie und Planung und der Aushandlung der Interessenkonflikte im städtischen Raum: zwischen lokal und global, zwischen städtebaulichen Entwicklungen "von oben" und "von unten" und zwischen formellen und informellen Ökonomien und Bautätigkeiten.