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Artikel von:
Gilda-Nancy Horvath

Die Romni Gilda-Nancy Horvath ist Journalistin, Aktivistin und Kulturmanagerin. Die letzten zehn Jahre war sie in der TV- und Radioproduktion des ORF in Wien, sowie als Beraterin für diverse internationale Projekte tätig. Derzeit lebt sie in Berlin und ist als Kommunikationsberaterin für das Projekt RomArchive blog.romarchive.eu sowie für die RomaDay-Kampagne des Bündnisses für Solidarität mit den Sinti und Roma Europas (romaday.org) aktiv. Mehr über die Autorin: facebook.com/GildaHorvath.

Artikel aus Ausgabe 64


dérive - Radio für Stadtforschung
Jeden 1. Dienstag im Monat um 17.30 Uhr auf Radio Orange FM 94.0 oder Livestream http://o94.at
Sendungsarchiv zum Nachhören: http://cba.fro.at/series/1235

urbanize - Int. Festival für urbane Erkundungen
www.urbanize.at

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Wir lassen es zu. Die Verantwortung des Nichthandelns und die Bedeutung der Selbstrepräsentation

Europa versteht sich als Hort der Zivilisation und als Wiege von Aufklärung und Menschenrechten. Das Schicksal der Roma, die seit gut sechs Jahrhunderten in Europa leben, steht zu diesem Selbstverständnis in krassem Widerspruch. Kurzen Pausen der Duldung stehen lange Zeiten der Verachtung, Vertreibung und Vernichtung gegenüber. Auch heute sehen sich Roma mit Segregation, Verdrängung, Diskriminierung und rassistischer Gewalt wie z.B. 2008/09 in Ungarn oder 1995 in Österreich konfrontiert. Gegen das Unwissen über Geschichte und Bedeutung der Roma für Europa entsteht das RomArchive, das damit antritt durch Aufklärung für mehr Verständnis zu sorgen. Für Gilda-Nancy Horvath verkörpern Projekte wie dieses die Hoffnung, dass die Idee Europas gestärkt wird und der Trend zu Abkapselung und nationalstaatlichem Egoismus gebremst wird.