|  dérive 68  |  News  |  Verkauf  |  Links  |  Impressum  |  Backlist  |  Autoren  | Ausgabe |
Artikel von:
Niko Rollmann

Artikel aus Ausgabe 68


dérive - Radio für Stadtforschung
Jeden 1. Dienstag im Monat um 17.30 Uhr auf Radio Orange FM 94.0 oder Livestream http://o94.at
Sendungsarchiv zum Nachhören: http://cba.fro.at/series/1235

urbanize - Int. Festival für urbane Erkundungen
www.urbanize.at

Newsletter bestellen
http://eepurl.com/fmHIo

Wagenburgen, Hüttendörfer und Spots. Informelle Siedlungen in Berlin

Seit den frühen 1980er Jahren gibt es in Berlin Wagenburgen. Wohnungsnot auf der einen und das Bedürfnis zusammen mit Gleichgesinnten alternative Lebensentwürfe umzusetzen auf der anderen Seite waren und sind die zentralen Gründe für ihre Gründung. Der Charakter der Wagenburgen und das Platzangebot, das in der Stadt für sie zur Verfügung steht, hat sich im Lauf der Jahre stark verändert. Unmittelbar nach dem Fall der Mauer gab es viel Platz und eine entsprechend starke Szene. 2012 dominierten die Protestcamps am Brandenburger Tor, am Oranienplatz und in der ehemaligen Gerhart-Hauptmann-Schule die öffentliche Aufmerksamkeit. Im gleichen Jahr entstand am Spreeufer mitten im sogenannten MediaSpreeGebiet die mittlerweile geräumte Cuvry-Siedlung. Heute lassen sich grob zwei Varianten informeller Siedlungen unterscheiden: Einerseits etablierte Orte, die von den Behörden meist geduldet werden und wilde Lager bzw. so genannte Spots, bei denen kein alternativer Lebensentwurf sondern die nackte Not Grund für diese Form des Wohnens ist.

[…]