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Artikel von:
Anke Schulz

ist eine Regionalhistorikerin aus Hamburg Altona, hat an der Universität Hamburg Philologie, Ethnologie und Sozialgeschichte studiert (MA) und betreibt die Website www.geschichtswerkstatt.lurup.de. Sie verdient ihren Lebensunterhalt als Lehrerin in der Erwachsenenbildung, publiziert vor allem zu regional- historischen Themen und führt Stadtteilrundgänge durch.

Artikel aus Ausgabe 71


dérive - Radio für Stadtforschung
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Sendungsarchiv zum Nachhören: http://cba.fro.at/series/1235

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Die Bude haben WIR gebaut, mein MANN und ICH

Fischkistensiedlungen in Hamburg zwischen Obdachlosenselbsthilfe und kommunalem Wohnungsbau

In Parks, Wäldern und auf Brachflächen sind sie heutzutage unübersehbar, die bunten Zelte der Obdachlosen, deutliches Zeichen der aktuellen Wohnungsnot in Hamburg. Informelle Siedlungen wie diese haben eine lange Geschichte in Bergedorf, Wandsbek, Harburg, Altona und Hamburg, die erst 1937 zur Metro- pole Hamburg zusammengeschlossen wurden. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts siedelten verarmte Menschen überall, wo es ihnen möglich war, vor allem in den Randgebieten. Auch in Hamburg ging die Urbanisierung im Zuge der Industrialisierung einher mit dem Anwachsen der Bevölkerung und den damit verbundenen städte- baulichen Herausforderungen. Eine dieser Herausforderungen bestand in den Slums, die am Rande Hamburgs und Altonas seit den 1920er Jahren entstanden: den Kistensiedlungen.