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Artikel von:
Thomas Lenz

Thomas Lenz hat Soziologie, Politikwissenschaft und Germanistik an den Universitäten Köln und Trier studiert, in Soziologie promoviert und arbeitet als Forschungsassistent an der Universität Luxemburg.

Artikel aus Ausgabe 43


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»Walhalla ist ein Warenhaus«. Der hochtechnisierte Romantizismus des deutschen Kaiserreichs

Im Jahr 1908 konstatiert der Wiener Publizist Karl Kraus, das moderne Leben sei zur »Stehbierhalle« verkommen, das Schicksal zum Warenhaus: »Um die Seele des Menschen ringen Wertheim und Tietz« (Kraus 1908, S. 26). Kraus pessimistischer Seufzer kolportiert eine vor allem im Deutschen Kaiserreich zu Beginn des 20. Jahrhunderts weit verbreitete Furcht vor der Warenhausmoderne, die die Seele und das Eigentliche des Menschen in Gefahr bringe. Die konsumorientierte Gegenwart greife, so glaubten viele Zeitgenossen von Kraus, nach den Werten der Vergangenheit und löse diese auf, oder – schlimmer noch – versehe sie mit einem Preisschild, um sie in den allgemeinen Warenkreislauf einzubringen und so zu entwerten.

Den kompletten Artikel gibt es in der Printversion von dérive 43.